Jakob Lobach und andere Schülerinnen und Schüler der 6.Klasse unserer Schule nahmen mit dem folgenden Beitrag am Schreibwettbewerb im Brunnenviertel teil und gewannen einen Preis. Wir gratulieren.
Eine besondere Schule im Kietz Hier schreiben die Kinder der sechsten Klasse der “Freien Schule Prenzlauer Berg“ einen Bericht über ihren Schulalltag. Eines Tages als wir ganz normal zwischen 8.30 und 9.15 Uhr zur Schule gingen, passierte am Nachmittag etwas Aufregendes. Zwei Kinder (Ole &Leo) fanden hinter der Mauer, die neben dem Dorf (ein selbstgebautes Hüttendorf) steht, zwei metallische Gegenstände. Die Kinder und auch die Lehrer dachten es sei eine Bombe. Manche Kinder haben geweint. Die Lehrer haben versucht die Kinder zu beruhigen. Bei manchen hat es geklappt. Nach ungefähr zwanzig Minuten kam die Polizei, die die Lehrer angerufen hatten. Sie sagten, dass die Kinder das Haus nicht verlassen sollen. Die Polizei sperrte den Eingang zur Schule ab. Da die Polizei sich nicht sicher war ob es Bomben waren oder nicht, haben sie die Bombenentschärfer angerufen, die nach ungefähr 15 Minuten eingetroffen sind. Die Polizei meinte, dass alle Kinder aus Sicherheitsgründen auf den Eckspielplatz (ein an die Schule angrenzender Spielplatz) gehen sollten. Während die Polizei die Bomben untersuchte, erzählten zwei andere Polizisten uns sehr, sehr viel über ihren Job, das war super interessant. Nach ungefähr zwanzig Minuten stellte sich heraus, dass die angeblichen Bomben gar keine Bomben waren. Die Kinder und auch die Lehrer waren sehr, sehr erleichtert, dass es keine Bomben waren.
Natürlich ist dies kein Auszug aus unserem Schulalltag. Ab 8 Uhr ist die Schule geöffnet, wir kommen oft zwischen 8 und 9 Uhr zur Schule. Um 9.15 Uhr treffen sich die Kinder in den einzelnen Räumen zur Morgenrunde. Um 9.30 Uhr beginnen die Verabredungen wie Deutsch, Mathe, Englisch und Geschichte.
Jeden Dienstag ist Schulversammlung, da setzen sich alle Kinder und auch die Lehrer zusammen und diskutieren über Themen, wie zum Beispiel, wer mit gegen eine andere Schule Fußball spielen möchte. Außerdem ist am Dienstag noch Schwimmen mit Uwe, einem Vater zweier Kinder an der Schule.
Am Mittwoch ist Sport in der Max Schmeling Halle. Da gehen manchmal mehr und manchmal weniger Kinder hin. Weil man sich aussuchen kann, ob man zum Sport geht oder nicht. Das ist sehr praktisch.
Das Besondere an der Schule ist, dass man sich hier sehr viel aussuchen kann. Unter anderem, wie, wann, und in welchem Takt man lernen will. Wir können sogar die Lerninhalte selber bestimmen.
Dann ist einmal im Jahr noch die Apfelernte, da fahren alle Kinder und auch Lehrer zu einer Apfelplantage. Die Kinder finden sich zu zweit zusammen und sammeln eine Kiste mit Äpfeln. Alle Äpfel die zusammen gekommen sind (dieses Jahr waren es ungefähr 230 Kilo Äpfel) bezahlt dann die Schule. Die Äpfel werden dann in der Schule gelagert. Die Eltern können die Äpfel dann auch kaufen, oder die Äpfel werden für das Apfelfest(ein Fest kurz nach der Apfelernte )z.B. in Schokoäpfel ver- wandelt. Wenn wir auf den Vinetaplatz oder zum Kiosk gehen wollen, müssen wir uns bei einem Lehrer abmelden, das heißt, wir müssen einem Lehrer Bescheid sagen. Wir dürfen auch während der Schulzeit zum “Vineta” bzw. zum Kiosk gehen, aber natürlich nur, wenn wir keine Verabredung haben. Wenn wir auf den “Vineta” gehen, dann meistens zum Fußball spielen, denn wir haben viele Kinder an der Schule, die gerne Fußball spielen. Zum Kiosk gehen wir immer, wenn wir uns etwas Süßes kaufen wollen. Dann ist da ja auch noch der Eckspielplatz, da gehen die meisten Kinder hin, um entweder Schaukelfußball (ein selbst erfundenes Spiel), normalen Fußball oder Auto zu spielen.
Es gibt bei uns an der Schule öfter mal Projekte, wie z.B. Theater spielen oder Lehmhüttenbau, wir haben schon eine Lehmhütte auf dem Schulgelände stehen. An dieser Hütte haben wir eine Woche lang gebaut und sie ist sehr, sehr schön geworden. Außerdem haben wir noch ein Brückentor aus Holz auf dem Schulgelände stehen, an dem wir etwas länger als eine Woche gebaut haben und auch dieses ist ganz klasse geworden. Dann gibt es jeden Freitag von 14.00 bis 15.15 Uhr einen Flohmarkt, wo die Kinder, die wollen, Sachen von Zuhause mitbringen und verkaufen, danach wird dann aufgeräumt, das wird wieder in den einzelnen Gruppenräumen gemacht.
Dann ist da noch der Saal, in dem werden u.a. Theaterstücke aufgeführt. Der Saal ist sehr groß und hinten an der Wand steht eine große Bühne, auf der u.a. Theaterstücke aufgeführt werden.
Außerdem hat die Schule noch eine Werkstatt, in der man mit Holz, Hammer und Nagel arbeiten kann.
Es gibt auch einen Toberaum, das ist ein großer Raum im Keller, wo es 15 orangene Polster gibt (die Polster sind ungefähr einen Quadratmeter groß). Mit den Polstern kann man sehr gut Höhlen bauen. Im Keller gibt es auch noch einen Musikraum, in dem es ein Schlagzeug, ein Klavier und eine E-Gitarre gibt Im. Mit diesen Instrumenten kann man sehr viel Krach machen. Im ersten Stock, befindet sich der Ruheraum. Im Ruheraum gibt es eine Hängematte, zwei Sofas und jede Menge GEOLINO und Comic-Hefte. Und dann ist da ja auch noch der Mal- und Bastelraum, in dem die Schülerinnen und Schüler ihren Ideen freien Lauf lassen können.
Das Büro ist der wahrscheinlich komplizierteste Raum der Schule, aber trotzdem haben Anke und Margret den Job gerne angenommen. Im Büro gibt es auch noch den Drucker, den Kopierer und wenn jemand mal seinen Kugelschreiber verloren hat, kann er sich dort gerne einen neuen nehmen, denn davon gibt es dort genug.
Das war es dann mit dem ersten Stock.
Der letzte Raum der Schule ist der Teamraum, da treffen sich die Lehrer immer nach dem Mittagessen und machen ihre Besprechung.
Hiermit ist unser Schulalltag komplett.
|